Archive for 'Ägypten allgemein'

die Duat

Categories: Ägypten allgemein | Juli 19th, 2010 | by admin | no comments

Im Alten Ägypten wurde das Jenseitsland, das Totenreich als Duat bezeichnet.

Die Duat bestand aus zwei Teilen:

  • dem dunklen unterirdischen Teil der Duat
  • dem hellen himmlischen Teil der Duat, auch Earu genannt

Empfangen wurden die Verstorbenen von der Totengöttin, der Göttin Amentet im unterirdischen Teil der Duat, welcher auf der westlichen Nilseite lag. Hier mussten die Verstorbenen nicht nur einige Gefahren heil überstehen, hier mussten sie auch vor die Richter, vor das Totengericht.

Nur wer die Gefahren heil überstand und vor dem Totengericht bestand, konnte weiterleben, durfte in den hellen Teil des Duat gehen.

Verstorbene welche die Prüfungen nicht bestanden, mussten den zweiten Tod sterben, ihr Herz wurden von der Totenfresserin, der Göttin Ammit gefressen.

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Dualismus im Alten Ägypten

Categories: Ägypten allgemein | Juli 11th, 2010 | by admin | one comments

Eine grosse Bedeutung hatte der Dualismus im Alten Ägypten.

Jedes Ganze bestand aus zwei Teilen. So ergaben erst zwei Dinge, welche zwar zum einen gegensätzlich waren, welche sich aber zum anderen auch ergänzten, ein Ganzes.

Dieses Denken in Zweiheiten, das dualistische Denken, war im Alten Ägypten allumfassend, und umfasste auch die Götterwelt.

So erschafften beispielsweise die Urgötter, welche noch sowohl männlich wie auch weiblich waren, aus sich selbst die Götterpaare, welche sich aus einem männlichen Gott und einer weiblichen Göttin zusammensetzen.

Auch die Welt als ganzes bestand aus zwei Teilen. Der Himmel und die Erde wurden erst zusammen als Weltganzes gesehen.

Ägypten selbst teilte sich in “die beiden Länder”, Oberägypten und Unterägypten, auf.

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Horusname

Categories: Ägypten allgemein | Juli 9th, 2010 | by admin | no comments

Der Horusname war einer der fünf Namen, aus welcher sich die altägyptische Königstitulatur zusammensetzte.

Grosse Bedeutung hatter der Horusname vor allem in Vordynastischer- und Frühdynastischer Zeit.

Durch den Horusnamen sollte die enge Beziehung, welche der Pharao mit Gott Horus verband gezeigt werden.

In späteren Dynastien nahm die Bedeutung des Horusname ab, die Bedeutung des Thronnamens nahm dafür zu.

Manche Pharaonen hatten dann auch mehrere Horusnamen. Ramses II. soll gar Dutzende von verschiedenen Horusnamen gehabt haben.

Geschrieben wurde der Name in einem Serech, einem Rechteck. Im unteren Teil war die Fassade des Königspalast, im oberen Teil das Haus. Der Name wurde in die dazwischen liegende freie Fläche geschrieben. Auf dem Serech sass der Falke, der Horus-Falke.

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Goldname

Categories: Ägypten allgemein | Juli 6th, 2010 | by admin | no comments

Der Goldname war einer der fünf Namen, welche im Alten Ägypten zusammen die Königstitulatur bildeten.

Bekannt war er als:

  • Goldname
  • Goldhorusname

Sicher scheint man sich über die Bedeutung des Goldnamens nicht zu sein. Es wird aber vermutet, dass damit demonstriert werden sollte, dass der Pharao mit der Sonne gleichgesetzt war.

Eingeleitet wurde der Goldname mit  der Goldnamenhieroglyphe, einem Falken auf einem Pektoral (einem Halsschmuck altägyptischer Könige) sitzend.

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Nebtiname

Categories: Ägypten allgemein | Juli 5th, 2010 | by admin | no comments

Der Nebtiname war einer der fünf Namen aus welcher die altägyptische Königstitulatur bestand.

Bekannt war er als:

  • Nebtiname
  • Herrinnenname

Der neue Pharao bekam seinen Nebtinamen zu Beginn seiner Regierungszeit.

Der Glaube an den Dualismus war im Alten Ägypten sehr stark vertreten gewesen. Jedes Ganze bestand aus zwei Teilen. Diesen Glauben übertrug man auch auf die Götterwelt.

Nebti bedeutete nun also die zwei Teile: Nebet (Herrin) und Neb (Herr), welche zusammen “die beiden Herrinnen” ergaben, welche zusammen zu einem Ganzen wurden.

Dargestellt wurden dazu die beiden Göttinnen:

  • Nechbet, als Geier, für Oberägypten
  • Wadjet, als Kobra, für Unterägypten

Sowohl Nechbet, wie auch Wadjet wurden auf einem Korb sitzend dargestellt. Der Korb war das Zeichen für Neb (Herr).

So wurde durch den Nebtinamen zum Ausdruck gebracht, dass der Pharao über beide Länder herrschte, dass die beiden Länder Ober- und Unterägypten, ein Land waren. (zwei Teile = ein Ganzes)

Der Nebtiname sollte aber auch die Enge Beziehung des Pharao zu den beiden Gottheiten demonstrieren. Der Pharao stand unter deren ganz besonderem Schutz.

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Thronname

Categories: Ägypten allgemein | Juli 1st, 2010 | by admin | no comments

Der Thronname war einer der fünf Namen aus welchen sich die altägyptische Königstitulatur zusammen setzte.

Der Thronname wurde dem neuen Pharao während dem Krönungsfest verliehen.

Zwischen der Thronbesteigung und dem Krönungsfest hatte noch ausschliesslich der Eigenname des Pharaos seine Gültigkeit.

Bekannt ist der Thronname schon seit der 1. Dynastie, zum wichtigsten Namen wurde er aber erst während der 4. Dynastie.

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Eigenname

Categories: Ägypten allgemein | Juni 29th, 2010 | by admin | no comments

Der Eigenname ist einer der fünf Namen aus denen die altägyptische Königstitulatur bestand.

Der Eigenname war auch der Geburtsname des Pharaos und der einzige Name, welcher den Pharao zeitlebens begleitete.

Da man bei der Geburt noch nicht wissen konnte, ob der neugeborene Königssohn, respektive die neugeborene Königstochter, später als Pharao über Ägypten herrschen würde, bekam er/sie erst mal einen ganz normalen Namen.

Es konnte vorkommen, dass ein Pharao nach seinem Krönungsfest seinen Eigennamen änderte. Ein Grund dafür konnte beispielsweise sein, dass sich der Pharao einen bedeutenderen Eigennamen wünschte, oder es war eine Glaubensfrage.

Bekannte Pharaonen, welche ihren Eigennamen geändert hatten waren zum Beispiel:

  • Amenophis IV. änderte seinen Eigennamen in Echnaton
  • Tutanchaton änderte seinen Eigennamen in Tutanchamun

Ab ungefähr der 4. Dynastie wurde dem Eigennamen nach der Thronbesteigung auch der Titel Sa Ra (Sohn des Re) zugefügt.

Ab dem Neuen Reich wurden Eigennamen auch durch Beiwörter wie geliebt von Amun erweitert.

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altägyptische Königstitulatur

Categories: Ägypten allgemein | Juni 28th, 2010 | by admin | 2 comments

Die altägyptische Königstitulatur setzte sich aus fünf verschiedenen Namen zusammen.

Diese fünf Namen waren:

  • Eigenname, das heisst der Geburtsname des Pharao
  • Thronname
  • Nebtiname
  • Goldname, auch Goldhorusname
  • Horusname

Da nicht schon bei der Geburt klar war, welcher Sohn (respektive welche Tochter) dem Vater auf den Thron folgen würde, bekam jedes Königskind erst einen Geburtsnamen, der Eigenname.

Während dem Krönungsfest bekam der Pharao dann von den Priestern seinen Thronnamen, den Nebtinamen, den Goldnamen und den Horusnamen genannt.

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Totengericht

Categories: Ägypten allgemein | Juni 24th, 2010 | by admin | 2 comments

Im Alten Ägypten glaube man an ein Weiterleben nach dem Tod.

Die Seele, das Ka, des Verstorbenen reiste nach seinem irdischen Tod ins Duat, ins Jenseitsland. Dort musste das Ka einige Hindernisse überwinden und vor dem Totengericht bestehen, bevor sie endgültig und definitiv weiter leben durfte. Schaffte das Ka dies nicht, starb sie den zweiten, den endgültigen Tod.

Beim Totengericht, dessen oberster Richter Osiris war, musste der Verstorbene die negativen Bekenntnisse ablegen. Er musste erklären, dass er sich während seinem irdischen Leben einiger Vergehen wie beispielsweise: Diebstahl, Veruntreuung, Prahlerei und Verrat nicht schuldig gemacht hatte.

Das Herz des Verstorbenen wurde gegen die Feder der Maat gewogen. War das Herz schwerer als die Feder der Maat, so war diese mit Sünde beladen und der Verstorbene durfte nicht weiter leben, sondern musste nun seinen endgültigen Tod sterben. Das Herz wurde von der Totenfresserin, der Göttin Ammit aufgefressen.

War das Herz aber leichter oder gleich schwer wie die Feder, dann war dies ein Zeichen dafür, dass das Herz nicht mit Sünde beladen war. Der Verstorbene durfte im Jenseitsland weiter leben.

Gewogen wurde das Herz des Verstorbenen von Anubis.

Im Alten Ägypten glaubte man auch, dass der Verstorbene im Jenseits seinen irdischen Körper noch brauchen würde, weswegen Sorge getragen wurde, dass dieser durch die Mumifizierung für immer und ewig erhalten bleiben würde.

Dem Verstorbenen wurden alle möglichen hilfreichen Utensilien mit auf den letzten Weg gegeben. Nebst Möbel und Schmuck, auch Lebensmittel und Uschebtis, kleine Arbeiterfiguren, welche im Jenseits Arbeiten, welche eventuell auf den Verstorbenen zukommen könnten, für ihn erledigen sollten.

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Sed-Fest

Categories: Feste der Pharaonen, Ägypten allgemein | Juni 23rd, 2010 | by admin | no comments

Bereits während der 1. Dynastie und während der 2. Dynastie, also in der frühdynastischen Zeit, war das Sed-Fest ein fester Bestandteil des altägyptischen Festkalender des Königs.

Das Sed-Fest wurde im Alten Ägypten während dem dreissigsten Regierungsjahres des Pharao gefeiert. Nach diesem ersten, grossen Sed-Fest wurden die Feierlichkeiten in kürzen Abständen wiederholt.

Seit dem Alten Reich scheint ein kleines Sedfest bekannt zu sein, welches in Zusammenhang mit dem Sokar-Fest gestanden haben dürfte.

Ebenfalls einen Zusammenhang scheint es zwischen dem Sedfest und dem Min-Fest gegeben zu haben.

Der genaue Ablauf des Sedfest scheint nicht bekannt zu sein. Auch scheint nicht bekannt zu sein, ob das Sed-Fest seinen Namen dem Gott Sed verdankt, oder ob es einen anderen Grund für die Namenswahl gegeben hatte.

Ab dem Neuen Reich wurde das Sed-Fest zu einem festgesetzten Termin gefeiert, der nicht mehr mit dem dreissig-jährigen Thronjubiläum des Pharao in Zusammenhang gestanden haben dürften.

Ziel des Sedfestes war es, die Machtstellung des Pharao zu erneuern und zu bekräftigen.

Sed-Fest-Szenen konnten beispielsweise im Südgrab von Pharao Djoser, wie auch in den Totentempeln des Pharao Sahure gefunden werden.

Das Sedfest galt während aller Dynastien als wichtiges Fest, wenn es auch gegen Ende hin nicht mehr gefeiert wurde.

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